FreeBSD 8.0 auf einer SUN Fire v100 installieren

Nun fragt man sich, warum man solch alte Hardware noch dazu bequemen möchte, seinen Dienst zu verrichten?! Die hat doch schon seit Jahren abgedankt, mittlerweile gibt es doch vieeel schnellere Hardware sollte man meinen.
Die Frage ist einfach zu beantworten: Weil ich das kann 😉 Viel mehr habe ich einen SUN Fire v100 bekommen. Der Server ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber halt ein Serversystem. Und normalerweise sind SUN Server recht zuverlässig (was ich auch von meiner bisherigen SUN Netra t1 behaupten will). Zudem ist die Fire v100 mit IDE ausgestattet. Das löst eines meiner vorherigen Probleme (bisher lief mein Server auf einer Netra T1 mit SCSI HDDs): Zu wenig Speicherplatz, da SCSI Platten. Und jetzt noch „große“ SCSI Platten käuflich erwerben geht mal so richtig ins Geld.

Also in Übermut zwei Festplatten (jeweils IDE P-ATA, 120 GB bzw. 200 GB) eingebaut. FreeBSD 8.0RC1 von CD installiert und soweit eingerichtet. Erstaunlicherweise wurde die 200GB Platte komplett erkannt. Der IDE Controller hat die 137GB Grenze (wg. Adressierung mit 28bit), die Platte trotzdem komplett im PIO Mode angesprochen und 200GB (abzgl. des Hersteller-wir-rechnen-anders-Veschnitts) standen zur Verfügung.
Die ersten Tage lief das System auch einwandfrei, man hat ein paar Dienste installiert und eingerichtet. Dann noch die 200GB Platte per NFS freigegeben und ein paar Daten draufkopiert. Naja. Und irgendwann war es soweit: Irgendwie reagierte die nicht mehr. Was war nun…? SSH war auch tot. Ping? Tot! Knapp zwei Minuten später war die wieder da, uptime eine Minute. Log ansehen wollen und… nichts zu sehen. Einfach still und leise hat es den Kernel zerlegt. Reboot ausgelöst.
Leider blieb es nicht bei dem einen Versuch. Die Platte stand in der fstab drin, wurde beim Booten gemountet und stand auch bei check mit drin. Der auto-check lief also kurz nachdem alle anderen Dateisysteme gecheckt waren auch irgenwann auf der großen Platte los. Und, nix. Wieder weg.
Kurzum: Es wäre auch zu schön gewesen. Die 200GB Platte wird zwar erkannt, man kann die aber nicht sinnvoll nutzen. Also wieder ausgebaut und fertig. System läuft einwandfrei.

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FreeBSD 8.0-RC1 #0: Fri Sep 18 11:42:23 UTC 2009
root@araz.cse.buffalo.edu:/usr/obj/usr/src/sys/GENERIC

Gut. Natürlich mit den Einschränkungen, die eine so „alte“ Hardware mit sich bringt: Es sind zwar USB Ports dran, aber nur USB1.1. Also für „mal eine Platte anhängen und Daten kopieren“ unbrauchbar. LAN Schnittstellen sind nur 100MBit/s, kein Gigabit. Brauche ich nicht. RAM ist nicht wirklich viel vorhanden. Reicht aber vollkommen. CPU ist auch nicht schnell. Reicht auch aus, der Server macht ja nicht viel. Und ist ein Bastelprojekt, muss also nicht viel machen.
Mittlerweile gibt es auch für ein paar Euro z.B. einen brauchbaren Nettop (ACER Revo 3600 oder sowas in der Klasse) der von der Leistung und Schnittstellen sicherlich weit aktueller und schneller ist. Aber darum geht es nicht.

Installation läuft, wie man es von FreeBSD kennt, gut und schnell sowie vom Installer geführt ab. Keine Verrenkungen oder Fallen, die man umschiffen muss. Grundinstallation (ohne weitere Pakete, Dienste und „Sonderwünsche“) läuft in knapp einer halten Stunde ab, danach bootet das System das Erste Mal die Neuinstallation.

Bisher bin ich, wie immer, von FreeBSD (auch wenn diesmal erstmal ein RC1 installiert ist) überzeugt. Schnell zu installieren, performant, klein. Und alles wird erkannt (gut, bis auf die Geschichte mit der großen HDD).

Also schauen wir mal, was die Zukunft bringt.

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