Zeitsprünge leicht gemacht – oder wie einfach Backups sein können

Wozu Backups? Daten sind sicher. Auf der Festplatte gespeichert. Und was ist, wenn die ausfällt? Gar nicht so selten kommt sowas vor. Oder man löscht versehentlich ein paar Daten, die man doch lieber noch behalten wollten würde… Dann lobt man sich, wenn man ein Backup zur Hand hat und seine Daten wiederherstellen kann. Aber werde macht schon täglich, wöchentlich und monatlich Sicherungen seiner Daten.
Apple hat es eingeführt: Eine leicht zu bedienende Software für die „automagische“ Erstellung von Backups (sie nennen es Timemachine). Damit hat man als Benutzer den Kopf frei und immer die Möglichkeit, „Zeitsprünge“ vorzunehmen und Sicherungsstände in der Vergangenheit „zu bereisen“.
Als Linux Benutzer hat man sein eigenes Backupkonzept. Oder nicht. Und um sich ein wenig die Arbeit zu erleichtern gibt es eine der Zeitmaschine ähnliche Software: Back in Time. Diese Software mit GUI fertigt automatisch oder nach Zeitplänen festgelegt Backups an. In einer Übersicht hat man alle durchgeführten Backups und kann diese im Dateibrowser ansehen.

1. Installation:
Über einen Software-/ Paketmanager der Wahl backintime-common (das Framework, die Basisfunktionen) und backintime-gnome bzw. backintime-kde (Frontend für KDE bzw. GNOME Desktop) installieren.
2. Programm starten.
3. Programm einrichten.
4. Backups erstellen.

In den Einstellungen lassen sich Zeitpunkte, nicht zu sichernde Verzeichnisse oder Dateien auswählen. Automatisch erstellte Backups bzw. manuell erstellte erscheinen links in der Zeitleiste. Durch Auswahl eines Zeitpunktes erhält man im rechten Fenster einen Dateibaum. Wiederherzustellende Datei auswählen, auf wiederherstellen gehen und die Datei wird wieder im Ursprungsverzeichnis auftauchen.
Wichtig in den Einstellungen: Man sollte einen Speicherort für Backups wählen, der (wenn möglich) nicht auf dem gleichen System/ der gleichen HDD ist. Den Reiter Einstellungen -> Speicherort für Snapshots auswählen und ein z.B. per NFS von einem Server bezogenes Verzeichnis wählen. Andernfalls würde man sich zwar vor versehentlichem Löschen von Dateien absichern, aber der Ausfall einer Festplatte wäre damit nicht abgesichert.
Ebenfalls sollte man unter Einstellungen -> Einbeziehen die zu sichernden Verzeichnisse (z.B. sein Homeverzeichnis /home/username, sein Entwicklungsverzeichnis usw.) auswählen. Unter Einstellungen -> Ausschließen lassen sich Kriterien festlegen, die nicht zu sichernde Dateien oder Verzeichnisse angibt. Z.B. sind ISO Dateien oftmals nicht wichtig genug, als dass diese mitgesichert werden sollen. Oder man hat Verzeichnisse, in die man immer mal ein wenig Datensammelmüll reinlegt. Einfach das Verzeichnis dort als Ausschlusskriterium angeben und nicht mitsichern lassen. Das spart Unmengen an Platz.

Nachteil an der Geschichte: Man sichert nur seinen Desktop. Und wer sichert wieder die Sicherungen auf dem Sicherungsziel…? Ein Teufelskreis.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*