Adressweitergabe unterbinden

Es verwundert einen kaum. Man wechselt seinen Wohnsitz und kurz darauf kommen die ersten Werbeschreiben mit richtiger Adresse am neuen Wohnsitz an. Und die GEZ ist dann auch ganz schnell dabei.
Woher haben die nur die neue Adresse?
Eigentlich sehr leicht. Vielleicht zu leicht?
Das Einwohnermeldeamt (wir nennen es mal EMA) ist hier der Schuldige. Dieses gibt, ob man nun will oder nicht, erstmal fleißig die Adresse weiter. Ob man das nun will oder nicht.
Man kann sich nach Datenschutzgesetz beim EMA einen Auszug seiner dort gespeicherten Daten einholen. Quasi eine Selbstauskunft anfordern. Zudem, und das ist viel interessanter, lassen sich hier Sperrvermerke für die Weitergabe setzen. Es gibt hierzu verschiedene Einschränkungen, die man vornehmen kann. Z.B. lässt sich die Weitergabe an Parteien, an die GEZ, zum 70 Geburtstag usw. unterbinden. Einfach mal hingehen, die Broschüre des ULD (unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz) in die Hand nehmen, an allen Stellen ein Kreuz setzen und damit der Weitergabe widersprechen.
Online gibt es ebenfalls entsprechende Vorlagen, die man ausgefüllt ans EMA schicken kann. Einfach mal z.B. bei http://www.datenschutzzentrum.de vorbeisehen.

Warum aber wird dieses nicht im Opt-in Verfahren behandelt? ICH will zustimmen, wem (und vor allem ob) ich Daten über das EMEA weitergeben möchte. Aber doch nicht automatisch… Ein ganz klarer Verbesserungsvorschlag.

Trotzdem lohnt es sich einmal, einen Auszug seiner eigenen Daten anzufordern. Ist schon spannend, was alles gespeichert wird…..

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