Eine kleine Kieler Geschichte Desaster

Es ist schon traurig, was so mit manchen Unternehmen passiert…
Vor wenigen Jahren gab es Banken (nehmen wir eine exemplarisch für Kiel und nennen wir sie mal HASE Nordbank), die haben sich in undurchsichtigen Finanzgeschäften betätigt und Unmengen an Geld in dieses investiert.
Dann kam der „kleine“ Einbruch am Finanzmarkt und das wunderschöne Kartenhaus brach in sich zusammen.
Aber das ist ja alles kein Problem. Als Landesbank steht ja das (Bundes-)Land mit in der Pflicht. Abgesichert vom Deutschen Steuerzahler wird also der Landesbank aus der SchXXX geholfen und Geld zugeworfen. Und auch immer wieder nachgeworfen, weil sich wieder und wieder ein neues Finanzloch in deren Bilanzen auftat oder eine Abteilung Geld versenkte oder auf den Kanalinseln über dubiose Wege Geld versickerte oder oder. Die Liste ist lang.

Was war die Aufgabe der Bank? Worin bestand ein großes Standbein? Eines war Schiffsfinanzierungen. U.a. wurde der Kieler Lindenau Werft Geld finanziert. Früher.

Was daraus geworden ist? Die HASE Nordbank wird mit Steuergeldern noch und nöcher gestützt. Und dann zieht sich diese Bank aus dem Geschäft mehr oder weniger zurück und lässt
ein Kieler Traditionsunternehmen fallen. Mit Steuergeldern!

Nun soll’s die Sparkasse richten.

Sowas macht einen traurig wütend.

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2 Antworten zu Eine kleine Kieler Geschichte Desaster

  1. Ach, prinzipiell ist es ja nicht verkehrt, irgendwann mal zu sagen: bis hier hin und nicht weiter. Vor Allem bei Unternehmen, bei denen schon länger zu bezweifeln ist, ob sie profitabel sind – bzw. es jemals wieder werden können.
    Karstadt. Der ganze Steinkohlekram…

    Mein Problem beim Lindenau-Fall:
    Wenn ich das richtig verstanden habe, haben die ja einen größeren Auftrag an Land gezogen und brauch jetzt nur jemanden der das vorfinanziert. Es handelt sich demnach ja um einen normalen, kurzfristigen Kredit, bei dem mit Zahlungsausfällen nicht zu rechnen ist.

    Aber ich halte ja auch eh nichts davon, gefühlte 100 Landesbanken zu haben. Kann das nicht alles die Bundesbank verwalten? Föderalismus schön und gut – aber bitte nicht überall. Insbesondere da nicht, wo’s mehr erschwert als erleichtert: Polizeiarbeit z.B. Oder das Bildungssystem. Oder eben auch das (Landes-)Bankenwesen.

    • rotzoll sagt:

      Genau richtig 😉
      Aussichtsreiche Unternehmen (und das sehe ich bei Lindenau auch schon vor der Insolvenzeröffnung) sollten stabilisiert werden und alle Mittel genutzt werden, dieses Unternehmen zu retten. Chancenlose und quasi nur noch an der Nadel hängende Unternehmen: Sei’s drum. Die hatten keine Chance bzw. schon seit Jahren verspielt….

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