Mac mini auf (neuen) Mac mini umziehen. Sooo einfach?

Vor einigen Tagen war es noch etwas vage, nun ist es gewiss: Es musste ein neuer Mac mini her. Zum Einen habe ich mich durch das Einsetzen in die elektronische Buch selber unter Zugzwang gesetzt, zum Anderen hat man ja schon drüber nachgedacht. Und wenn man schon mal dabei ist und sich Gedanken gemacht hat, wie es wäre wenn…

Also kam nun der neue Kleine an. Ein Karton, eigentlich genau so groß wie der Vorgänger. Wieder stylisch aufgemacht, in weiß gehalten. Was verändert wurde: Die Umverpackung ist nun ein Schuber. Innen erwartet einen dann wieder das Apple-typische „oooh“ und „aahhh“ beim Auspacken. Selbst das macht schon eine Freude. Man arbeitet sich durch den durchdachten Karton weiter zum Herzstück, dem mini vor. Der Rest der Auspackorgie ist immer wieder eine Freude.

Was nun als nächster Punkt ansteht: Austausch des bisherigen mini gegen das neue Prachtstück. Aber wie macht man die Datenübernahme? Angedacht war, dass ich den alten Mac per Firewire Kabel an den neuen anschließe, den alten in den sogenannten „Target mode“ (beim Bootvorgang ‚T‘ drücken) versetze und dann die Daten übernehme (Stichwort Migrationsassistent). Dann die nächste Überraschung (gut, hätte man schon vorher feststellen können…). Firewire 800 ist zwar abwärtskompatibel zu FW400 aber nur mit passendem Stecker. Den hatte ich dann natürlich nicht so auf die Schnelle. Das verhindert den Target mode inkl. der Möglichkeit, den alten als externe Festplatte anzusprechen und die vorhandenen Daten ausreichend sicher zu löschen….
Nächster Vorschlag? Nächste Idee?
Ach ja, es gibt ja noch Timemachine. Wozu hat man denn ein (automatisches) Backup des Systems? Bisher natürlich noch nie nutzen müssen, nun kann man das ja mal testen. Also den mini soweit angeschlossen, dass er an einem Bildausgabegerät sein Bild ausgeben kann, Tastatur, Maus, Netzwerkkabel und die USB Platte. Dann Strom ran und einschalten. Bootvorgang geht los, Apple begrüßt ein und fragt, ob man eine Neuinstallation mit der Übernahme bestehender Daten machen möchte. Und wenn ja, wo die Daten herkommen: Aus einem angeschlossenen Mac, per LAN oder aus einem Timemachine Backup. Timemachine ausgewählt, weiter. Dann kommen die Abfragen, was alles genommen werden soll: Einstellungen, Programme, sonstige Daten. Wenn man nun alles auswählt, hat man nach Fertigstellung quasi seinen alten Rechner wieder.
Nach einiger Zeit (kommt natürlich drauf an, wieviel man herstellen möchte) sind die Daten fertig kopiert. Der Mac kann nun erstmals im „neuen“ alten Zustand gestartet werden. Und, welche „Überraschung“: Alles an Programmen, Daten usw. ist wieder da, wo es sein sollte.
Das ist ein Umzug, wie man es sich wünscht. Quasi hat man nur seine Hardware getauscht. Das Betriebssystem selbst ist geblieben.

Was aufgefallen ist: Auch die Apple Welt hat so ihre kleinen Problemchen. Oder macht einem ein paar Problemchen, wenn man nicht genug vorher drüber nachgedacht und geplant hat. (Ja, vll. lag dieses eher an mir als an Apple!)
1. FW Stecker bei einem Firewire 800 Gerät passt nicht zu einem FW 400 Gerät. Man muss sich, wenn man weiterhin seine Firewire Festplatte und andere Geräte nutzen möchte einen Adapter oder gleich ein neues Kabel kaufen.
2. Einige TVs haben das Problem, dass die Kommunikation zwischen dem Mac und dem TV nicht richtig läuft. Es fehlen in den Monitoreinstellungen die Möglichkeiten, bestimmte Auflösungen einzustellen, die der TV kann. Unschön. Sehr unschön. Lässt sich derzeit auch nicht mit SwitchRes 4.0 korrigieren.

Das Löschen des alten Macs kann man dann ohne Bedenken bei der Neuinstallation machen. Sicherheitsoptionen, 7faches Überschreiben. Oder für Paranoide: 35 fach. Dann sollte man aber noch vieeeeel Geduld haben. Ein einfaches Überschreiben von 250GB nimmt schon mal 1,5h in Anspruch.

Als Resumee kann man wohl behauptet, dass so ein Umzug auf neue Hardware Spaß macht. Gibt es das in der (leider zu weit verbreiteten) Windowswelt auch?

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