WordPress (ein wenig) schneller machen

Was einem auffällt, wenn man WordPress auf einem Host nutzt, welcher hardwaretechnisch nicht mit Kanonen auf Spatzen schießt: Der Seitenaufruf dauert mitunter einige Sekunden.
Was kann man machen?
Wordpress kann man natürlich auf ein System umziehen, welches völlig überdimensioniert ist. Dann werden die Seiten schneller ausgeliefert. Aber ist das die (einzige?) Lösung?
Nein. Für WordPress gibt es ein Plugin, WP Super Cache. Mit diesem kann man die Seiten, welche beim Aufruf dynamisch erzeugt werden, beschleunigen. Die Seiten werden nun nicht mehr auf „Zuruf“ erstellt sondern gecached. Damit spart man doch ein paar Sekunden, der Besucher wird’s einem danken.

Was muss erfüllt sein, damit das Plugin ohne Probleme läuft?
Ein paar Dinge müssen vorher sichergestellt sein: BACKUP. Backup. Backup! Sowohl von der Datenbank als auch von allen WordPress Dateien. Danach kann es weitergehen.
1.) Die Datenbank muss im UTF-8 Format (Zeichensatzkodierung) vorhanden sein. Zu erkennen an der im deutschen genannten Kollation (Zugriff z.B. über PHPMyAdmin -> Datenbank -> Tabelle x). Diese muss utf8_general_ci sein. Als Typ MyISAM. Hat man die Tabelle in anderem Zeichensatz vorliegen (z.B. latin1 o.ä.) bedeutet das, dass man ien wenig umbauen muss.
Die Tabelle hat also das richtige Format. Gut.
Punkt 2.)
Die Zeichensatzkodierung von WordPress muss ebenfalls in UTF-8 vorliegen. Einfach unter WP-Adminstration > Einstellungen > Lesen nachsehen und ggfs. umstellen.
Punkt 3.)
Permalinks. Permalinks wandeln die mitunter etwas kryptischen Postlinks (in denen die ID des Posts angezeigt wird) in etwas lesbarere Links um. Das lässt sich ebenfalls aktivieren. Und häufig kommt’s hier zum ersten Problem: Permalinks setzt vom Webserver (wir nehmen einen Apache als gegeben an) voraus, dass dieser mod_rewrite unterstützt. Und dass dieses aktiviert ist.
Hierzu die httpd.conf prüfen und die zwei Einträge

LoadModule rewrite_module libexec/apache/mod_rewrite.so
AddModule mod_rewrite.c

gegenbenenfalls aktivieren (d.h. die ‚#‘ Zeichen an der ersten Stelle entfernen) und die Pfadangabe (hier: libexec/apache/, kann aber auch anders sein) anpassen.. Danach den Apache neu starten.
Aktiviert man nun in WordPress Permalinks kann man schon Erfolg haben. Fällt einem nun allerdings das Blog „um die Ohren“ und die Seite wird vom Webserver mit einem „Internal Server Error 500“ beantwortet, so gibt’s ein Problem. Entweder, das Modul arbeitet nicht korrekt. Man könnte nun prüfen, ob es umschreibt.
Wahrscheinlicher ist allerdings, dass man das entsprechende Recht (vor allem bei Hostern sehr beliebt, die AllowOverride Einstellung zu reduzieren) nicht hat. Ein Blick in die entsprechende Konfigdatei (httpd.conf oder, sollte man mehrere virtuelle hosts haben in die passende) offenbart es: Steht hier AllowOverride AuthConfig (also eingeschränkt) so wird dieses zu obigen Problemen führen. Ein AllowOverride All löst dieses, da nun keine Einschränkungen mehr existieren. Danach den Apache neu laden.
Bekommt man nun weiterhin eine Fehlermeldung vom Apachen und man möchte die Einstellung zurücknehmen, so kommt man erstmal nicht mehr in die Administrationsseite von WordPress. Um dieses wieder rückgängig zu machen, die .htaccess Datei (in der die Rewrite-Rules stehen) löschen, leer neu anlegen und die Rechte entziehen. Danach kann man zumindest die Permalink-Einstellung wieder rückgängig machen.

Nun sollten alle Voraussetzungen für das erfolgreiche beschleunigen seiner WP Seiten gegeben sein. Plugin aktivieren und mal sehen, ob man eine Beschleunigung spüren kann…

Hat man keinen Einfluss auf den Eintrag (weil man bei einem Hoster ist), sieht’s schlecht aus.

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