neu(est)er Mac mini – noetig?

Vor wenigen Wochen stand für mich die Entscheidung an: Ein neuer Mac mini oder vielleicht doch was anderes? Oder lieber noch warten, bis der neue Apple Mac mini auf den Markt kommt? Aber wie lange hätte man warten müssen? Gab es die Sicherheit, dass wieder ein neuer kommt?
Alles war unbeantwortet und es gab nur vage Vermutungen. Man hat damit rechnen können, dass es wieder Zeit für neue Hardware war. Schließlich war der mid/ late 2009’er Mac langsam wieder an der Zeit. Sollte man sich einen Rechner kaufen, der (vll.) quasi schon von neuer Hardware aus dem Regal gedrängt wird? Oder erstmal kaufen und dann, wenn der neue auf dem Markt ist, diesen wieder verkaufen und den ganz neuen kaufen? Quasi ein paar Wochen nutzen und dann Trade-in vornehmen?

Diese Fragen habe ich mir vor wenigen Wochen stellen müssen. Ich habe mich umgesehen und geschaut, was auf dem Markt ist, was einigermaßen an die Daten eines Mac mini rankommt.
Was muss er machen? Eigentlich nicht viel. Ein wenig Filmwiedergabe, EyeTV, NFS, Mail Programm, Webbrowser, etwas Musikwiedergabe. Das war es. Leistungstechnisch hätte also ein Nettop mit ATOM CPU (und vll. ION) gereicht.


Acer Aspire Revo 3610 Highlights:
- Atom 330 CPU mit 2x 1,6 GHz
- 2GB RAM
- 320 GB HDD
- NVIDIA® ION
- GBit/s Netzwerkkarte
- HDMI mit Audio Ausgabe
- 5 USB 2.0, ein E-SATA Ports
- ca. 1 Liter Gehäusevolumen
Preis: Derzeit um die 310 Euro.

Alles Daten, die für meinen Bedarf vollkommen ausreichend sind.
Nachteil:
Das Gehäuse ist dazu gedacht, hochkant zu stehen. Legt man es hin, hängen an allen Ecken des
Gerätes Kabel raus. Sieht nicht wirklich schön aus. Reicht aber aus, wenn man den Revo irgendwo hinter den 42“ Monitor hängt.

Also nächste Alternative: Zotac Mini PC MAGHD-ND01.
Prinzipiell die gleichen technischen Daten (gleiche CPU, auch ION), jedoch etwas weniger HDD und ein USB Port mehr. Preis: 280 Euro. Pluspunkt bei diesem Gerät: Es ist kein Windows aufgespielt. Ich will und brauche kein Windows. Also kann man sich die Lizenz hierfür auch sparen. Es wäre eh irgendein Linux draufgekommen.

Beide Systeme haben eines gemein: Es befindet sich kein optisches Laufwerk in den Kisten. Damit hat man also keine Chance, mal auf die Schnelle eine DVD reinzuwerfen oder was zu kopieren.
Gut, wie oft braucht man ein Laufwerk? Vermutlich kann ich mir an einer Hand zusammenzählen, wie oft ich das bisher im mini genutzt habe. Aber wenn, dann will man eines ja haben 😉

Nächstes Problem beider Alternativprodukte: Ich müsste erst noch ein OS meiner Wahl installieren, eine Media-Center Oberfläche installieren, dies und das installieren, jenes einrichten und noch mehr. Das kostet Zeit. Und vermutlich auch Nerven. Weder das eine noch das andere habe ich. Und lange dran herumdoktern, bis alles funktioniert, muss ja nun wirklich nicht sein. Es fängt ja schon mit der Installation eines (anderen als dem installierten) OS auf den zwei Geräten an. Kein optisches Laufwerk bedeutet, man muss über Boot-USB Lösung nachdenken, CD über Netz mounten oder über das Internet installieren. Grundsätzlich alles möglich. Aber überflüssig bzw. unnötig.

Also konnte ich mich schnell dazu entscheiden, mir lieber gleich eine vernünftige Lösung zu kaufen, die quasi „out off the box“ funktioniert. Und das war dann der Mac mini vor einem Monat.
Nun hat Apple nachgelegt und den Nachfolger vorgestellt. Erster Eindruck: Beeindruckend. Ich weiß nicht wie die das gemacht haben, aber der ist noch mal ein gutes Stück kleiner geworden. Um nicht zu sagen, viel kleiner. Vor allem haben die das bisher doch recht große (quasi halbe Größe des mini) Netzteil noch in das Gehäuse gebaut. Und dann noch einmal die komplette Volumengröße reduziert. Nächster Vorteil ist, dass man nun recht leicht über eine aufschraubbare Abdeckung an der Unterseite an den Speicher rankommt. Bisher „durfte“ man sich mit einem angeschliffenen Spachtel das Gehäuse unter sehr gewöhnungsbedürftigen Geräuschen aufspachteln und halb auseinanderbauen um Speicher nachzurüsten.


Technische Daten aktueller Mac mini mid-2010:
- Gehäuse: 3,6 cm x 19,7 x 19,7 cm (H/B/T)
- CPU: Core 2 Duo Prozessor mit 2,4 oder 2,66 GHz
- 2 GB RAM (bis 8 GB aufrüstbar)
- 320 oder 500 GB Festplatte
- 4x USB 2.0, ein Firewire 800 Port
- MiniDisplayPort
- HDMI Port mit FullHD Ausgabe
- Gewicht: 1,37 kg
- Gigabit LAN, WLAN, Bluetooth
- Audioausgabe auch auf dem HDMI Port
- Speicherkartenslot f. SD Karten
- Mac OS-X 10.6
- Leistungsaufnahme noch einmal deutlich reduziert
- uvm.

(Endlich ein HDMI Port direkt am Rechner! Das macht den Anschluss von größeren Monitoren etwas einfacher. HDMI wurde ja schon vermutet und war auch nur eine logische Folge, die man erfüllen musste.)

Allerdings, und da kann man froh sein, sich vor einem Monat einen gekauft zu haben: Der Einstiegspreis wurde mal deutlich angehoben. Bisher war der mini das Einsteigergerät für einen akzeptablen Preis von rund 550 Euro. Nun hat der Preis einen ordentlichen Aufschlag erhalten und der mini steht derzeit mit über 800 Euro auf der Liste. Das ist dann jedoch ein Preis, der nur noch mit Schmerzen zu akzeptieren ist. Gut, in der Leistungsklasse findet sich kaum ein Gerät mit gleichen Daten zu Größe, Gewicht usw.

Nun würde man wohl doch langsam auch den Preis für eine Entscheidung heranziehen. Der Vergleich als MediaCenter würde bei mir nun vom Preis entschieden werden. Müsste ich mich jetzt noch einmal für ein Gerät entscheiden, ich glaube nicht, dass der Mac wieder gewinnen könnte. Da schmerzt der Preisunterschied schon stark und für die knapp 500 Euro Preisunterschied bekäme man schon einen recht brauchbaren FullHD TV als weiteres Ausgabemedium….

Also wird der nun schon einen Monat alte Apple Mac mini (MC238D/A) nicht wieder verkauft und wohl noch länger als MediaCenter seine Funktion ausüben.

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