Twitter auf der Konsole – Twitter für Alarmmeldungen nutzen


Grundsätzlich scheint sich ja in der IT-nerdigen und vor allem Sozial-netzwerkenden Welt Twitter etabliert zu haben. Ob man nun jeden SchXXXX twittern muss um seine Mitwelt mit häufig sinnfreien Meldungen zu unterhalten belästigen sei dahingestellt. Man kann Twitter aber auch für sinnvolle Dinge nutzen.
Hat man sowieso all seine Endgeräte, Smartphones usw mit Twitter-Clients versehen und empfängt auf all diesen neue Nachrichten, so kann man sicherlich auch hierfür einen Gebrauch machen. Statusmeldungen („um Hilfe rufen“) von Servern, über verpasste Anrufe oder über erkannte Aktivitäten der Überwachungskamera informiert werden.

Ein Client, der auch auf der Konsole hervorragend funktioniert und mit dem somit recht einfach Skripte realisiert werden können ist twidge.

Unter (debianartigen) Linux Versionen einfach ein

Shell #> sudo apt-get install twidge

durchführen und aus den Repositorys den Client installieren.

Zur Ersteinrichtung muss nun auf der Konsole twidge setup aufgerufen werden. Hierbei werden ein paar Fragen zum zu verwendenden Twitter Accountnamen gestellt und über die API eine Verknüpfung zwischen dem zu konfigurierenden Account und dem Client hergestellt. Eine Identifier-URL wird auf der Konsole angezeigt, die über einen Browser aufgerufen werden muss. Nun erhält man auf der Twitter Seite eine mehrstellige Zahl, welche in die twidge-Setuproutine eingeben werden muss. Danach kann der Client auf der Konsole genutzt werden. Der Client ist somit bei Twitter „freigeschaltet“.

Ob das nun soweit funktioniert kann man ganz einfach testen und schickt sich einfach mal selber eine Direktnachricht:

Shell #> twidge dmsend eigenerTwitterName „Irgendeine Nachricht als Test“
(Beim Twitternamen wird das sonst gebräuchliche ‚@‘ einfach weggelassen.)

Man sollte nun binnen kürzester Zeit eine Direktnachricht mit dem angegebenen Text erhalten.

Twidge bietet so einige Funktionen, die ein Twitter Client mit sich bringt: Nachrichten senden, Follower anzeigen, jemanden blocken, unblocken, jemandem folgen, unfolgen usw.

Shell:~$ twidge lscommands
All available commands:
Name      Description
——————– ——————————————————-
dmsend             Send direct message
block                  Start blocking someone
follow             Start following someone
lsarchive       List recent status updates you posted yourself
lscommands         Display a list of all available commands
lsdm         List recent direct messages to you
lsdmarchive         List recent direct messages you sent
lsblocking         List people you are blocking
lsfollowers         List people that follow you
lsfollowing         List people you are following
lsrecent         List recent updates from those you follow
lsreplies         List recent replies to you
lsrt         List recent retweets from those you follow
lsrtarchive         List recent retweets you made yourself
lsrtreplies         List others‘ retweets of your statuses
setup         Interactively configure twidge for first-time use
unblock         Stop blocking someone
unfollow         Stop following someone
update         Update your status


Einige scheinen den Client so zu nutzen, dass er die Meldungen als Statusmeldungen/ -änderungen (twidge update) verschickt und alle Follower diese dann verfolgen können. Ob man das so handhaben möchte oder einfach nur wichtige Nachrichten an seinen eigenen Account schicken mag, sei nun jedem selber überlassen…


Eingearbeitet in ein paar Skripte ergeben sich interessante Möglichkeiten. Wie schon anfangs erwähnt kann man sich nun Skripte erstellen, welche einen über besondere Vorkommnisse informieren. Schnell und einfach seinen Server „Meldung machen“ lassen, spezielle Ereignisse melden usw. Einfach viele Möglichkeiten, die sich ergeben.
Damit bekommt Twitter ja doch noch einen Sinn 😉


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