Kieler Woche 2012 – lernt die Stadt Kiel dazu?

Seit Jahren ist die Stadt Kiel ignorant, was Falschparker (leider nicht nur zur Kieler Woche) angeht. Natürlich kann man verstehen, dass die Stadt Besucher nicht noch mit einem kleinen Knöllchen beglücken möchte und damit auf eine gute und sichere Einnahmequelle verzichtet. Trotzdem muss man als Fußgänger (und vor allem Fahrradfaher!) seit Jahren feststellen, dass Autofahrer ihre ganz eigene Definition von Parkplatz haben. Egal ob man dort parken darf, egal ob man jemand behindert, egal ob man andere damit in Gefahr bringt (Fußgänder und Fahrradfaher, die auf die Straße ausweichen müssen) Autofahrer parken einfach überall.



Eine konsequente Maßnahme wäre hier sicherlich Abschlepper rumschicken und einsammeln. Die harmlosere Variante wäre: Knöllchen verteilen. Und die Variante für die, die durch die Falschparker behindert werden wäre sicherlich eine Eigeninitiative (andere nennen es Selbstjustiz). Das fällt aber leider auf Grund der rechtlichen Problematik flach. Wäre aber sicher für einige hilfreich, wenn der Wagen als Gehwegfläche genutzt werden würde 😉
Aber Hauptsache ist, dass man mit seinem Auto möglichst direkt ins Geschehen fährt. Bloß keine 5 Minuten zu Fuß laufen oder gar mit öffentlichen Verkehrsmitteln (gut, das würde ich auch nicht machen wollen) fahren. Einfach irgendwo hin fahren und stehen bleiben. Komme, was da wolle…


Nun steht die Kieler Woche 2012 kurz bevor. Und man mag seinen Augen kaum trauen, es finden sich schon ein paar Knöllchen an den Windschutzscheiben der Autos, die auf Flächen (Gehweg) parken, die sehr gerne als Parkfläche missbraucht werden.

Man darf sich somit schon einmal über den Eifer der Stadt wundern. Und man darf hoffen. Vielleicht wird ja dieses Jahr endlich mal etwas mehr durchgegriffen… 😉


Dieser Beitrag wurde unter Kielgeschichten abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Kieler Woche 2012 – lernt die Stadt Kiel dazu?

  1. Dann will ich aber auch, dass gegen Fußgänger und Fahrradfahrer härter vorgegangen wird. Die vergessen nämlich nicht nur zur KiWo sondern sogar ganzjährig regelmäßig alles, was sie jemals über die StVo gelernt haben.

    Radweg? Ist mir zu holprig, ich fahre lieber mitten auf der Holtenauer Straße – im Berufsverkehr.
    Zebrastreifen? Aber mein mein Zielort ist doch direkt gegenüber! Da mache ich doch keine 60m Umweg.

    Und zahlen dürfen dann die Autofahrer, wenn sie die Idioten umnieten.

    Ich habe absolut nichts dagegen, wenn Recht und Ordnung im Straßenverkehr härter durchgesetzt wird. Dann aber für alle.
    Darüber hinaus sollte sich die Stadt Kiel mal überlegen, ob sie nicht mehr Parkflächen in der Innenstadt schaffen möchte. Dass man nicht alle zur KiWo in die Stadt fahrenden Parkwilligen versorgen kann, ist klar. Wäre auch in Hinblick auf den Rest des Jahres sinnfrei.
    Aber in Kiel sucht man ja auch an normalen Werktagen länger einen Parkplatz als die Fahrt in die Stadt gedauert hat. Zumindest wenn man einen städtischen Parkplatz nutzen und auf die teureren privaten verzichten möchte.

    • rotzoll sagt:

      ACK!
      Und natürlich sollen auch die bestraft werden, die kein/ wenig Licht am Radel haben und dann auch noch in völliger Dunkelheit
      auf der falschen Seite fahren. Lebensmüde Idioten. Von Helmpflicht mal abgesehen, die fehlt auch noch.

      Wobei gerade die Holtenauer ein Exemplar dafür ist, dass man als Fahrradfahrer auf der Straße fahren muss/ darf. Wie oft laufen irgendwelche
      Deppen mit Taschen unterm Arm einfach ohne zu gucken direkt zu ihrem in der zweiten Reihe parkenden Auto? Als Fahrradfahrer darf man
      dann eine sportliche Vollbremsung hinlegen.
      Gut, die Fahrerei auf der Straße ist auch dort leider eher gefährlich. In zweiter Reihe parkende Autos (auch hier könnte die Stadt gutes
      Geld verdienen und zur Verkehrssicherheit beitragen!) die einen zum Ausweichen auf die verbliebene Spur nötigen.

      Alles in allem: Sehr unschön. Und sowas soll die zweitbeste Fahrradstadt in Deutschland sein. Dann möchte ich nicht Nummer 3, 4 und so weiter
      erleben müssen 😉

      Früher war alles besser. Da wurde mal vom Wachtmann ein Strafzettel für das nicht rechtwinklige Überqueren einer Straße ausgestellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert