Trinity Electric Vehicles: Elektroroller Neptun 4.0 – schicker Elektro-(Motor-)Roller – bescheidener katastrophaler Kundenservice

Kurzes Vorwort: Wer sich überlegt, einen Trinity Elektroroller zu kaufen, der sollte mal nach unten scrollen….
Ich aktualisiere hier immer wieder meine Erlebnisse mit meinem Neptun 4.0 Roller, der Ende August 2017 (!) ausgeliefert wurde. Aktuell ist er kein Jahr alt, konnte in dieser Zeit rund 2 Monate nicht genutzt werden. Und die „Service“erlebnisse mit Trinity sind noch viel eindeutiger…….

Elektromobilität ist eine schicke Sache. Leises und abgasfreies Fahren. Und natürlich ein netter Anzug des Motors.
Die Auswahl der Hersteller (oder Vertreiber) in Deutschland ist noch recht überschaubar. Es gibt einige seit Jahren bekannte Markenhersteller, neuere Startups und natürlich die Chinaimporte. Die Preisspannen gehen hier auch weit auseinander, sind aber aktuell noch (deutlich) teurer als die knatternden und stinkenden Pendants mit Verbrennungsmotor. Der Aufpreis auch für die „neue“ Art der Fortbewegung.
Auf der Suche nach einem Roller eines deutschen Herstellers (oder zumindest Händlers) bin ich auf den „Hersteller“ Trinity Electric Vehicles GmbH aus Meinersen bei Hannover gestoßen. Das Angebot der dort verfügbaren Roller reicht von 25Km/h über 45Km/h bis hin zu 75Km/h schnellen Varianten, mit kleineren, mittleren und großen Motoren.

Nach einigen Überlegungen entschied ich mich im Dezember 2016 für die Online-Bestellung eines 45Km/h Rollers „Neptun 4.0“. Laut Anzeige im Shop verfügbar ab Lager.
Somit sollte also eine kurze Lieferzeit gegeben sein. Sollte man meinen. Schließlich bedeutet „verfügbar ab Lager“ für einen Kunden, dass dieses Lager wohl in Deutschland ist, dort der Roller vorrätig und zeitnah per Spedition geliefert werden sollte.
Im Dezember 2016 wurde noch das Geld für Roller inkl. zweier Schnellladegerät sowie Transport (160 Euro zusätzlich) überwiesen. Einer zeitnahen Lieferung stand also nichts im Wege. Eine Bestellbestätigung gab es ja schließlich auch.
Es dauerte dann. Ein, zwei, drei Wochen. Es ging in den Bereich, wo es deutlich zu lang war. Und einen Termin gab es auch noch nicht. Eine Mitteilung an den Kunden blieb ebenfalls aus. Also nachgefragt. Per Mail gab es dann die Aussage, der Roller sei im Container aus China unterwegs (wir vergleichen oben: „liederbar ab Lager“), würde in den nächsten Tagen ankommen, dann ginge die Auslieferung los.
Gut. Man ist ja entspannt, nimmt das so hin und lässt sich vertrösten.
Wieder vergeht einige Zeit. Wieder keine Informationen, kein Liefertermin. Nichts. Erneut fragt man als Kunde aktiv nach. Liefertermin sei nun der April. „Verfügbar ab Lager“. Direkt bezahlt.
Gut. Also übt man sich weiter in Geduld.
Im April 2017, man fragt als Kunde erneut nach (da es ja sonst leider sehr still bleibt): Es hätten sich Änderungen ergeben. Es dauert nun noch 6-8 Wochen länger. „Verfügbar ab Lager“. Im Dezember 2016 bestellt und direkt bezahlt……
Das war dann nun der Punkt, an dem es so nicht weiter ging. Man hätte natürlich schon viele Wochen vorher den Lieferanten mit Fristsetzung unter Lieferverzug setzen können, da war man aber noch zu geduldig und hatte (wofür eigentlich?) Verständnis. Ich schlug also vor, dass mir ein Leihroller zur Verfügung gestellt wird bis der eigentliche Roller geliefert wird. Sollen ja „nur“ 6-8 Wochen sein. Etwas zaghaft und scheinbar nicht voll überzeugt ob meines Vorschlages ging Trinity auf meinen Vorschlag ein. Mir wurde Ende April 2017 ein Roller geliefert. Soweit also erstmal die Möglichkeit, sich mit einem (wenn auch kleineren, leistungsschwächeren und mit weniger Reichweite) Roller zu bewegen. Ein schönes Fahren. Leise. Geruchslos. Einfach nett.
Aber natürlich ist auch immer Schatten, wo Licht ist. Eine Änderung gegenüber dem bestellten Roller: Die Ladung des Akkus (der fest verbaut ist) geht nur mit einem Ladegerät, welches direkt an den Roller angeschlossen wird. Man kann den Akku also nicht rausnehmen und im Haus laden sondern muss ein Kabel zum Roller legen. Aber auch das nimmt man hin, ist ja nur für kurze Zeit. „Lieferbar ab Lager.“
Zwei Monate später, Ende Juni 2017: Das Ladegerät lädt nicht mehr. Es streikt einfach. Also Trinity kontaktiert und um Zusendung eines Ersatzgerätes gebeten. Leider daurte auch das drei Tage. Aber immerhin. Es gab ein Ersatzladegerät. Leider eines, welches auch einen Defekt hatte. Es lädt den Akku nicht voll, schaltet viel zu früh den Ladeprpzess ab. Damit verringerte sich die Reichweite abermals. Ein paar Tage später, mittlerweile ist es Anfang Juli, soll mir ein Ersatzgerät zugeschickt werden. Das dauert dann auch wieder, es ist Ende Juli 2017. Mehrfach fragt man nach, läuft Trinity hinterher, keine Reaktion, kein aktives Kommunizieren durch Trinity, keine Lieferung. Und vor allem: Keinerlei Entschuldigung für dieses Kommunikations-Service-Desaster. Und weiterhin keine verlässlichen Aussagen zur Lieferung des bestellten Rollers.

Aber, oh Wunder, Mitte/ Ende August 2017: Es wird tatsächlich der Roller geliefert. Nach nur 8 Monaten Wartezeit, zig Mails und Hinterherlaufen wird der Roller (leider auch nur der Roller inkl. einem normalen Ladegerät) geliefert. Es fehlen die bestellten und bezahlten Schnellladegeräte. Man muss sich bekannterweise in Geduld üben und hinterherlaufen, dann wird das schon. Man kennt es ja schon………
Und siehe da, Ende Oktober 2017 erhält man dann die Mitteilung, dass die Ladegeräte wohl binnen zwei Wochen da sein sollten. Und tatsächlich werden diese Anfang November 2017 geliefert. Nun tun wir mal überrascht: Unvollständig. Zwar kommen die Ladegeräte an, es fehlen den Ladegeräten allerdings die benötigten Adapterkabel, um den Akku direkt am Ladegerät laden zu können. Nur mit dem Ladegerät und dem daran befindlichen Ladekabel ist die Ladung nur direkt am Roller möglich. Also wieder Stromkabel zum Roller legen, Ladegerät am Roller und Strom anschließen und laden. Oder jeweils das Adapterkabel dabei haben.
Gleichzeitig stellt sich allerdings auch heraus, dass der Tacho Feuchtigkeit anzieht. Er beschlägt von innen, Kondenswasser und kleine Tropfen bilden sich. Ist sicherlich bei einem Gerät, was sowohl mit Strom betrieben als auch im Freien steht bzw. genutzt wird eine klasse Idee.

Nachfrage bei Trinity:
Das sei ein bekanntes Problem. Allerdings gäbe es derzeit keine Lösung dafür, der Tacho ist, wie er ist. Und (vielleicht, unter Umständen) gibt es mal einen anderen Tacho, der dieses Problem nicht mehr hat.

Ende Dezember 2017: Da ich den Roller ganzjährig nutze bin ich auch im Dezember unterwegs. Nicht ungewöhnlich wie ich finde, macht man mit Fahrrädern, Autos usw. ja auch.
Bei einer Fahrt fängt es allerdings an, zu ruckeln und zu zuckeln. Der Roller nimmt kein „Gas“ mehr an, wird langsamer und bleibt stehen. Super. Voller Akku und man steht. Keine Reaktion. Aus- und wieder Einschalten bringt keine Abhilfe. Akku vom Kabel trennen, wieder anschließen. Keine Reaktion. Nach rund 10 Minuten zuckt er doch wieder. Etwas. Ein paar Meter schafft er, wieder Stillstand.
Schlussendlich mehrfaches Liegenbleiben, kein Antrieb, dann doch wieder etwas, wieder Stehenbleiben.

Anruf bei Trinity. Man landet bei dem Geschäftsführer Herrn Richert. Er vermute, dass vielleicht ein kleines Kabel am Controller locker sein könnte. Das könnte man versuchen, selber zu lösen. Oder in eine Vertragswerkstatt. Richtig. Ende Dezember, nur wenige Tage vor den Feiertagen. Werkstatt aufsuchen. Also habe ich mich dazu entschieden, das selber zu prüfen. Man verspricht mir, Fotos und Anleitung zuzusenden. Dass es eilt, muss ich ja nicht erwähnen, oder?
Zwei Stunden später erneuter Anruf bei Herrn Richert. Fotos und Anleitung würde er gleich (aber nun auch wirklich, versprochen) zusenden.
Zwei Stunden später: Wieder versuche ich nachzufragen, was mit der Mail ist. Keine Anrufannahme, keine Rückmeldung auf Nachricht auf Mailbox. Keine Reaktion auf eine SMS.
Erst am nächsten Tage erhalte ich endlich die Kurzanleitung und vier, fünf Bilder.
Eine Sichtung der Steckkontakte bringt leider keine Problemlösung. Stecker sitzen augenscheinlich fest. Keine Auffälligkeit zu erkennen. Aber immerhin, ein Tag drauf funktioniert der Roller auf wundersame Weise wieder. Unbefriedigend, da ich doch eine Problemursache und vor allem Lösung hierzu hätte. Magische Selbstheilung ist absolut unschön. Wenn man damit unterwegs ist will (und muss) man sich drauf verlassen, dass er fährt. Schließlich ist es nicht ganz einfach, den Roller im Falle des Falles nach Hause zu bekommen. Und in der Pampa stehen lassen kann man solch einen Roller auch nicht.

Immerhin konnte ich froh sein, dass es keinen langen, sehr kalten Winter gab. Warum?
Die Schnellladegeräte haben scheinbar ein Problem damit, einen kalten Akku zu laden. Und mit kalt ist eine Nachttemperatur von knapp 3 Grad unter Null (was ja nicht wirklich viel ist) gemeint. Schließt man den Akku ans Ladegerät an, fängt dieses auch an, den Akku laden zu wollen. Und bricht nach rund einer Minute den Vorgang wieder ab, lädt den Akku nicht. Auch nicht, wenn dieser am Ladegerät verbleibt, sich erwärmt. Es signalisiert einem sogar durch Blinken der grünen LED einen erfolgreichen Ladevorgang und einen vollen Akku. Dumm, wenn man dann den Akku nutzen muss, dieser für die geplante Strecke nicht reicht.
Das Standard-Ladegerät hingegen hat kein Problem mit dem „kalten“ Akku und lädt diesen, wenn auch mit deutlich geringerer Leistung als das Schnellladegerät, wieder auf.

Ende Januar 2018 (genauer der 24.01.2018), : Erneut will der Roller nicht. Diesmal (Gott sei Dank) direkt vor der Haustür. Man muss ihn also nicht erst aufwändig nach Hause bekommen sondern kann ihn gleich stehen lassen.
Kontaktaufnahme zu Trinity mit dem Vorschlag, doch einen Techniker von Trinity herzuschicken, der die Fehlerquelle analysieren und beheben soll. Scheint ja unter Umständen ein Problem zu sein, welches andere Roller ebenfalls haben können. Und um diesen Fehler zu finden und zu beheben ist es sinnvoller, direkt einen Mitarbeiter von Trinity am Roller werkeln zu lassen als eine Werkstatt, die im Zweifelsfalle auch keine Ersatzteile (speziell den Controller oder Sensoren) vorrätig hat, diese erstmal bestellen muss, sich das alles in die Länge zieht.

Man darf nun wetten, wie es weiter geht: Richtig. Wieder viel Schweigen. Keine Bemühungen seitens Trinity nach diesen ein, zwei winzigen „Startschwierigkeiten“ den Kunden endlich mal vom Service zu überzeugen. Kein aktives und kundenfreundliches Kommunizieren, keine Kontaktaufnahmen.
Man fragt also erneut nach. Es wird dann zugesichert, dass sich der GF persönlich Anfang der kommenden Woche (man darf also wieder mehrere Tage Stillstand erwarten) melden wird, um einen Technikertermin zu vereinbaren.

Anfang der Woche ist nun auch vorbei, es ist über eine Woche später. Und natürlich gab es keinen Anruf, keine Mail, keine Kontaktaufnahme durch Trinity. Und das, wo der Roller eigentlich nicht zu nutzen ist und still steht.

Gott sei Dank gab es auch diesmal wieder eine magische Selbstheilung. Allerdings ist es absolut nicht hinnehmbar, dass dieses scheinbar immer mal wieder passiert.
Und es muss Abhilfe geschaffen werden. Wann das passiert, steht allerdings in den (Trinity-)Sternen…..

Ein anderer Kracher: Die technischen Daten des Rollers, den ich bestellt habe haben sich im ersten Halbjahr 2017 geändert. Meiner wurde mit einer versprochenen Laufleistung von mindestens 75 Kilometern im Shop beworben. Den habe ich auch so gekauft. Die schafft er aber überhaupt gar nicht, kommt nicht einmal auch nur in die Nähe. Mit vollem Akku wird die Reichweite laut Tacho mit 55 Kilometern angegeben. Das ist ein beachtlicher Unterschied. Auf mein Hinweis hierzu wurde ich mit der Ausrede konfrontiert, dass die Reichweite ja von Gewicht, Geschwindigkeit, Fahrstil usw. abhängig ist.

Ja, das ist vollkommen klar. Wie ich aber nachweisen konnte, habe ich einen Roller mit einem großen Akku bestellt. Die Akkukapazität wurde im ersten Halbjahr 2017 reduziert, auf der Webseite dieses bei den neuen Modellen nachgepflegt. Aber bestellt und bezahlt sind 75 KM Reichweite. Sogar mindestens. Geliefert wurde allerdings ein Akku mit einer Kapazität von 28AH (was eine ungefähre Reichweite von nur 55KM ergibt, je nach Fahrstil)….

Es läuft nun darauf hinaus, dass es vor Ablauf der Garantie eine Fristsetzung zur Mangelbeseitigung geben wird. Andernfalls wird es auf Rückabwicklung hinauslaufen. Man hat ja nun extra einen deutschen „Hersteller“ (der auch nur Chinaimporte macht) gewählt, um genau sowas nicht zu haben. Und man zahlt für solch einen Roller auch viel Geld. Wenn man also die Summe der absolut unverständlichen Lieferverzögerung, der technischen Probleme und dann noch die falsche Akkukapazität betrachtet ist der Roller zu dem Preis eine Frechheit. Und die Entscheidung für einen deutschen „Hersteller“/ Händler scheint in diesem Falle auch keinen Erfolg zu bringen.
Aktuell scheint das Interesesse wohl eher dahin zu gehen, die Webseite bunter und moderner zu gestalten. Daran wurde wieder kräftig gearbeitet. Am Service leider überhaupt nicht.

Sollte sich jemand ebenfalls auf die Suche nach einem E-Roller in Deutschland gemacht haben, sich ebenfalls in Foren informiert haben und dort über die von Trinity immer wieder geschriebenen Inhalte stolpern sollte man sich nicht unbedingt davon blenden lassen. Eine Firma zeigt meist erst, wie gut sie ist wenn es Probleme gibt. Und dann muss man diese Probleme schnell und für den Kunden zufriedenstellend lösen. Und das kann und macht Trinity leider absolut überhaupt nicht. Im Gegenteil, man wird vertröstet, erhält keinerlei Informationen, muss selber hinterherlaufen und Infos einfordern. Katastrophal. Und das, obwohl ich wirklich, wirklich lange Geduld gezeigt habe, viel Verständnis aufgebracht habe und mich viel zu lange habe hinhalten lassen.

In Anbetracht dieser Geschichte ist es schon ganz „witzig“, dass ich von Trinity gefragt wurde, ob ich einem potentiellen Kunden in Kiel meinen Roller für eine Probefahrt zur Verfügung stellen würde.
Natürlich würde ich das. Aber natürlich erst, wenn eine Lösung aller Probleme gegeben ist. Alternativ kann sich der mögliche Kunde natürlich auch über den „Service“ von Trinity vor seiner Kaufentscheidung informieren. Ich habe ja (leider) ein paar Punkte zu erzählen….

Update 10.02.2018
Mittlerweile sind 2,5 Wochen vergangen. Reaktion von Trinity: Nichts.
Genau so stellt man sich Kundenservice vor. Einfach aussitzen, totschweigen und sich nicht um die Problemlösung kümmern…
Hätte ich genau sowas gewollt, hätte ich mir selber einen Chinabomber importieren können. Aber genau aus diesem Grunde habe ich mich für einen deutschen „Hersteller“/ Händler entschieden, dem, so dachte ich, mehr an seinem Ruf gelegen sein sollte…

Update 11.02.2018
Am heutigen Sonntag wollte man wieder mit dem Roller los. Wollte. Pustekuchen.
Das bekannte Spiel greift mal wieder. Nichts geht. Akku voll. „Gashebel“ nimmt kein „Gas“ an, Motor bewegt sich nicht.
Passenderweise habe ich heute abend die Info erhalten, dass sich in den nächsten Tagen jemand von Trinity melden wird, um eine Abholung zu vereinbaren. Der Roller solle in der Werkstatt bei Trinity repariert werden. Ich habe den aktuellen Ausfall mitgeteilt. Warten wir ab…..

Update 13.02.2018
Heute sind zwei kleine Wunder passiert. Ich habe vormittags einen Anruf von Herrn Richert erhalten, dass der Roller im Laufe des Nachmittages abgeholt würde. Am Freitag dieser Woche, spätestens am Sonnabend würde er zurückgebracht werden. Sonnabend. Spätestens.
Und tatsächlich kommt nachmittags ein Mitarbeiter mit Transporter und holt den Roller. Immerhin. Der ist also schon mal auf dem Weg zur Reparatur.

Update 16.02.2018
Heute ist Freitag, später Nachmittag. Bisher habe ich noch keine Info, wann der Roller kommt. Ich rechne nicht damit, dass es heute klappt….. wäre schon sehr spät. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag. Und er solle ja auch bis spätestens morgen geliefert werden. Also alles im Zeitrahmen.

Update 17.02.2018
Der Tag war schon fast vorbei, ohne dass ich einen Roller oder zumindest einen Anruf erhalten habe. Also per Mail nachmittags nachgefragt, wann der Roller nun geliefert werde.
Rückruf von Herrn Richert erhalten. Heute werde es nichts mehr. Aber morgen. Dann aber wirklich. Gegen mittag.

Update 18.02.2018
Halleluja. Mittags einen Anruf erhalten vom Fahrer. Er sei unterwegs. Und tatsächlich wird der Roller angeliefert.
Angeschaltet. Läuft. Räder drehen. Alles fein.

Mag man denken.
Nachmittags noch eine Probefahrt (ja, ich hätte diese vielleicht gleich machen sollen) gemacht. Ernüchterndes Ergebnis dieser Testfahrt: Der Roller fährt. Aber leider mit massiv verringerter Leistung, speziell beim Anfahren und an Steigungen. In Bildern gesprochen: Eine 80jährige mit Rollator kann einen an der Ampel überholen.
Dieses per Mail an Herrn Richert gemailt. Schauen wir mal.

Update 20.02.2018
Anruf Herr Richert. Eigentlich könne man sich das nicht erklären. Sei der gleiche Controller und das gleiche Profil. Es müsste dann von einem Monteur noch mal geprüft und getauscht werden. Diese Woche, spätestens nächste Woche würde der Termin stattfinden. Eher nächste.

Gut warten wir ab. Habe ja Geduld.

Update 06.03.2018
Nachdem vorletzte und letzte Woche weder ein Anruf, noch eine Mail noch ein Monteur kamen habe ich heute morgen mal wieder eine Mail geschickt. Und mittags einen Anruf erhalten, dass nun morgen, am Mittwoch der Monteur käme. Einmal den Controller tauschen und eine Probefahrt für einen Reichweitentest.

Wir sind gespannt (wirklich?).

Update 07.03.2018
Mittags ein Anruf vom Monteur. Er stecke noch im Stau, käme 1-2h später.
Und er kam. Roller auseinander genommen, Controller getauscht, Profil geprüft. TESTFAHRT diesmal gleich gemacht. Siehe da. Läuft. Roller hat wieder den Anzug, den er haben soll. Die Oma bleibt an der Ampel stehen, man kommt vom Fleck und rollt nicht rückwärts. Alles gut. Die Reichweitentestfahrt musste dann ausfallen. Ich musste noch weg, brauchte dafür sowohl vollen Akku als auch den Roller. Also wurde das erstmal verschoben. Aber er läuft ja. Das ist ja schon mal ganz gut.

Wirklich alles gut?
Nein. Leider nicht. eine halbe bis dreiviertel Stunde später musste ich dann los. Also rauf auf den Hobel und an. Licht geht an, Tacho geht an. Motor: Nix. Wieder das gleiche Problem, wie schon bekannt. Keine Reaktion des Motors. Und das, wo der Roller gerade mal maximal eine dreiviertel Stunde stand. Trocken im Carport.

Dieses per Mail Herrn Richert mitgeteilt. Halbe Stunde später gab es einen ungläubigen Rückruf. Morgen wollen wir telefonisch noch mal besprechen, wie wir hier nun weiter verfahren.

19.03.2018
Prompt, schnell und ohne Nachfragen (finde den Fehler) wurde der Roller erst am Montag, den 19.03.2018 abgeholt. Wann dieser zurückgeliefert wird, steht noch in den Sternen….

25.03.2018
Bisher gibt es noch keinen Termin für eine Rücklieferung. Ein Tausch, sofern nötig, von ein paar Sensoren oder dem Controller sollte binnen weniger Stunden erledigt sein. Seit nunmehr einer Woche ist der Roller bei Trinity.
Eine Info, was mit dem ist, was gemacht wurde und vor allem, wann er wieder nutzbar zurück kommt, ist bisher nicht erfolgt. Zwei Anfragen über einen Liefertermin sind bisher unbeantwortet.
Langsam zweifel ich an meinem Verständnis für Kundenservice. Es darf mal ein Problem geben, ohne Frage. Und wenn ich ein Montagsmodell erwischt haben sollte, auch vertretbar. Aber man muss doch alle Hebel in Bewegung setzen, um das Problem schnellstmöglich zur Kundenzufriedenheit zu lösen. Oder in ich da etwas zu leichtgläubig…?

27.03.2018
Nachdem tagelang keine Antworten auf Nachfragen per eMail kamen am 27.03.2018 ein Anruf von Herrn Richert (GF). Sie hätten wirklich alles gemacht. Aber der Roller würde nicht so zuverlässig laufen, wie er soll. Es würde immer wieder zu den Aussetzern kommen. Er sähe nun wohl nur die Rückabwicklung. Nachmittags soll ich eine eMail mit mehr Infos erhalten.

Tatsächlich. Ich erhalte eine eMail. Angeblich sei alles getauscht worden, sie könnten nichts mehr machen. Es gäbe nun zwei Vorschläge, die für mich beide absolut inakzeptabel sind. Man würde eine Rückabwicklung anbieten. Frecherweise kommt Trinity nicht einmal auf die Idee, den vollen Kaufpreis erstatten zu wollen sondern zieht einen nicht unerheblichen Wert für einige Kilometer Laufleistung ab.
Oder man würde einen Uranus Roller liefern. Leider ist auch dieser Vorschlag inakzeptabel. Der Uranus hat nur eine Leistung von 3kW. Der Neptun ist mit 4kW gekauft worden. Also ein doch erheblicher und sicherlich auch im täglichen Nutzungsbereich merkbarer Leistungsunterschied. Also als Vorschlag nicht wirklich annehmbar.
Schaut man sich mal die Seite von Trinity an, so gibt es aktuell den Neptun (Modell 2017) nur noch mit 3kW. Den Neptun R jedoch mit 4kW, allerdings als 75KM/h Ausführung.
Diese Geschwindigkeit lässt sich jedoch über die Software in wenigen Minuten auf 45KM/h einstellen. Damit wäre der Roller eine Alternative.
Dieses habe ich Herrn Richert vorgeschlagen. Zwei Tage später erhalte ich eine Absage, das er dieses ja nicht machen könne. Einen neuen Roller gegen einen schon genutzten eintauschen ginge ja nicht.
Gut, dann gibt es ja nur die Variante, dass mir der Roller nun endlich voll funktionsfähig und mängelfrei geliefert wird. Und selbstverständlich auch mit der versprochenen Leistung von mindestens 75KM Reichweite. Im ersten Ansatz ist also der Akku zu tauschen. Die gelieferten 28Ah sind gegen den gekauften 35Ah Akku zu ersetzen. Dass dieser Akku schon rein rechnerisch aus der bisherigen Erfahrung auch die zugesicherten 75 Kilometer Reichweite nicht schaffen kann, ist klar. Vor einigen Wochen hatte ich von einem Mitarbeiter von Trinity mal die Zusage, einen zweiten 28Ah Akku zu erhalten, um diese Zusage zu erfüllen. Dieses würde von Herrn Richert wiederum danach widerrufen. Und mit einer damals in der FAQ aufgeführten Beschreibung, wie die Laufleistung bestimmt wurde, begründet.
Diese Laufleistungsberechnung ist aber nicht in der Leistungsbeschreibung aufgeführt noch wurde bei der in den technischen Daten angegebenen Reichweitenangabe mit Sternchen oder ähnlichem im Kleingedruckten auf dieses hingewiesen. Folglich ist irgendwas in den FAQ in diesem Falle absolut irrelevant. Vertragsbestandteil ist hierbei einzig und allein die in den technischen Daten angegebene Reichweiterenangabe von mindestens 75KM. Und wenn man mindestens verspricht, so muss man dieses auch erfüllen. Also auch voll beladen mit Wind von vorne, mit einer Steigung und unter Vollgas.

01.04.2018
Nächste Woche soll angeblich der reparierte Roller kommen. Ich bin sehr gespannt. Eigentlich kann es kein Problem sein, diesen zu reparieren. Es gibt einen Elektromotor im Hinterrad. Es gibt ein paar Sensoren (Bremse, Seitenständer). Einen Controller und dazu ein paar Kabelstränge. Alles ist auf einem Stahlrohrrahmen aufgebaut und mit viel Plastikverkleidung zu einem Roller zusammengesetzt. Wenn man nun (angeblich) alles getauscht hat, muss der Fehler behoben sein. Es gibt keine verbrennertypischen Probleme wie Zündaussetzer, Ölverlust, Probleme mit Einspritzungen oder oder oder. Die Technik ist eigentlich viel einfacher aufgebaut. Und, sofern alles (also auch die Kabelbäume) getauscht wurde, repariert.

Was nun einfacher gewesen wäre, muss Trinity wissen. Einen Ersatzroller aus dem Lager an den Kunden ausliefern, um diesen endlich zufrieden zu stellen und das Problem schnell zu lösen, wäre sicher eine Variante gewesen. Dann hätte man lange den Fehler suchen und beheben können.
Der entstandene Aufwand, Rufschaden (das hier kann man ja nun nicht als Werbung verstehen), die vielen Fahrten usw. sind sicher auch einige Euro. Was nun billiger ist, muss Herr Richert wissen und entscheiden.
Für mich ist allerdings nun der Punkt überschritten, nett zu sein. Alle weitere Kommunikation wird nun nur noch schriftlich geführt. Dieses wird man vermutlich demnächst noch gebrauchen können, wenn es in die nächste Ebene geht. Dann werden auch andere zu entscheiden haben, was eine zugesicherte Eigenschaft ist, inwiefern ein FAQ Beitrag hierbei gültig ist.

Aber hier geht es aktuell wohl nur nach dem Motto: Schlechte Werbung ist auch Werbung.
ICH als potentieller Kunde eine Trinity Rollers würde mir nach der obigen Zusammenfassung wirklich drei Mal überlegen, ob ich einen solchen kaufen wollen würde……

04.04.2018
Seit nunmehr vier Wochen ist Trinity bekannt, dass der Roller nicht mehr funktioniert. Tja. Und was soll ich sagen? Seit einigen Tagen habe ich nichts mehr von Trinity gehört.
Man kann ja auch nicht wirklich erwarten, dass das Problem zeitnah gelöst wird, der Roller endlich repariert und voll funktionsfähig zurück kommt……

05.04.2018
Halleluja. Ohne dass ich erneut Hinterherlaufen musste habe ich eine Mail erhalten. In dieser wurde mir nun mitgeteilt, dass der Fehler (leider nicht angegeben, welcher) nun aber wirklich, echt und endgültig behoben wurde. Der Roller würde mir morgen, am Freitag zurück geliefert werden.

Damit sind über vier Wochen seit dem Ausfall vergangen, in denen der Roller nicht genutzt werden konnte. Ein wirklich trauriges Zeichen.

06.04.2018
Tatsächlich wurde der Roller wieder geliefert. Und derzeit funktioniert dieser auch. Was nun repariert wurde, ist leider nicht bekannt.
Man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben. Das hatte ich schon mal, dass er funktionierte. Es muss sich nun zeigen, inwiefern das auch dauerhaft Bestand hat.
Aber immerhin. Nach mehr als 4 Wochen kann ich endlich wieder mal rollern….

Mai 2018
Während der Fahrt fängt das Tachodisplay an, wild zu blinken, zeigt eine angebliche Geschwindigkeit von 11 KM/h an, die Akkuwarnanzeige blinkt wild und wird mit einem ‚E‘ erweitert. Das Phänomen geht nach einiger Zeit wieder mal von selbst weg. Eine Aufnahme der wirren Anzeigen ließ sich nicht vornehmen. Fahren auf einer stark befahrenen Straße und Bedienung von Smartphone schließen sich halt aus.
Ein paar Tage später: Erneut blinkt es wild. Diesmal kann ich auf einer beruhigten Straße am Rand anhalten und das Desaster aufnehmen.
Alles abermals an Trinity gemailt. Antwort: Ja, kenne man. Passiert ab und an. Lösung gibt es nicht…..
Die ganze Geschichte findet man hier: Trinity E11 Prolem – und keine Lösung

01.07.2018
Was wäre (m)ein Trinity Roller Neptun 4.0 ohne Probleme???
Ungewöhnlich. Leider.
Ein schöner, sonniger Sonntag. Ideales Wetter für eine nette Ausfahrt und Familienbesuch. Also rauf auf den Chinakracher und los. Ein paar Kilometer Sonnenschein und frischer Wind, der einem um die Nase weht. Aber hoch, was ist das? Auf einmal ein kurzes Ruckeln. Und es geht normal weiter. Also denkt man sich nichts.
Keine 5 Minuten später: Man wird langsamer, der Motor hat keinen Vortrieb mehr. Keine Reaktion am „Gas“griff. Er bleibt einfach stehen. Verdutzt schaut man auf die Anzeige, alles normal. Akku ist 3/4 voll. Nichts. Kein Vorwärtskommen. Also mal aus- und wieder eingeschaltet. Drehen am Griff und… nichts.
Da greift man erstmal wieder zum Smartphone um ein schönes „Werbe“video für dieses Produkt zu drehen, schließlich könnte Trinity sonst meinen, man hätte sich das eingebildet oder was auch immer. Man möchte es also auch als Beweis für die Zukunft sichern.
„Leider“ fängt der Roller just in dem Moment wieder an, auf den Drehgriff zu reagieren und man fährt. Erstmal. Auf den nächsten Kilometern gab es dann immer wieder kurze Aussetzer, die jedoch immer so kurz waren, dass man es nicht schaffte, die Kamera drauf zu halten.

02.07.2018, nachmittags
Eine eMail an Trinity geschickt, um dieses mitzuteilen. Kurz darauf antwortete Herr Webner. Nachfragen, ob es mit Feuchtigkeit (nun, in einem normalen Sommer wäre Regen nicht ungewöhnlich, aber dieses Jahr ist Kiel komplett trocken; die einzige Pfütze ist die Ostsee) zu tun haben könnte oder starke Bodenwellen/ Löcher befahren wurde.
Beides verneint.
Als mögliche Ursache könnte vielleicht ein Wackelkontakt am „Gas“griff zum Kabelbaum vorliegen. Das könnte ich selber einmal prüfen.

03.07.2018,
Mittags eine „Fahrt“ mit Stillstand erlebt. Immerhin so lange, dass man ein Video erstellen und dieses an Herrn Webner mailen konnte.
nachmittags 16 Uhr
Herrn Webner noch einmal per eMail informiert, dass ich es noch nicht habe schaffen können, die Verkabelung und Steckverbindung zu prüfen, wenn er den „Gas“griff als Ursache vermutet, möge er einen schon mal herschicken, damit ich diesen gleich tauschen kann, sollte er tatsächlich als Fehlerquelle (wie einmal von Herrn Webner vermutet) herausstellen. Zudem bat ich auch darum, mir die Anleitung zum Abbau der von ihm angesprochenen Verkleidung zukommen zu lassen, damit ich weder etwas falsch mache noch unnötig falsche Teile abbaue. Als Kunde und Nutzer möchte ich eigentlich nicht rumschrauben müssen, aber für eine möglichst schnelle Behebung würde ich das machen.

Keine Reaktion hierdrauf. Nichts.

04.07.2018
Eigentlich konnte man den Roller nicht mehr fahren. Die Aussetzer und Stillstände waren morgens derart stark, dass es quasi nur mit Glück zur Arbeit ging. Der Roller stand mehr als dass er fuhr. Mehrere Videos konnten daraufhin an verschiedenen Stellen in anständiger Länge erstellt werden. Drehen am Griff, nichts passiert. Nach vielen Versuchen und probieren ging es dann mal wieder, wenn auch immer nur für kurze Strecken.

Absoluter Scheiß so über die Straßen zu „rollern“. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass man mit dem Roller die Strecke schahfft, die man fahren möchte. Man kann nicht sicher sein, dass man nicht im fahrenden Verkehr einfach langsam ausrollen und stehen bleiben muss. Besonders spitze ist das auf befahrenen Straßen mit vielen Autos, die sich an sowas super erfreuen. Von den Sicherheitsproblemen und der Eigengefährdung durch diesen Mist mal ganz abgesehen….

Natürlich den Kontakt zu Trinity gesucht…..

05.07.2018, morgens 8 Uhr
Was soll man sagen, rollern ist eigentlich nicht mehr. Trinity sollte die Modell als „Elektroschieber“ verkaufen.
Sowohl Webner als auch Herrn Richert per Mail informiert, dass eigentlich kein Fahren mehr möglich ist. Da auch bis hierhin keine Anleitung zur Prüfung des Steckkontaktes angekommen ist, sich alles wieder ins endlose zieht um eine Stellungnahme mit Erkärung der Behebung, möglicher Technikertermin vor Ort oder Rolleraustausch oder oder oder gebeten. Wie die vorangegangenen Tage gab es von Herrn Richert keine Reaktion (der wurde mehrfach bei Mails an Webner in CC gesetzt). Keine Erklärung der Geschäftsführung, keine Entschuldigung und natürlich auch kein Bemühen, das Problem schnellstens zu beheben.
(Wir reden hier von einem Roller, der nicht im Baumarkt für 800 Euro erworben wurde. DAS nur mal nebenbei.)
Auf Nachfrage bei Webner, ob der Griff denn verschickt wurde gab es als Antwort dann: Nein, schließlich müsste man ja erst den einen Fehler ausschließen (damit ist die Steckverbindung gemeint; die Anleitung gab es natürlich noch immer nicht). Dann mache man den nächsten Versuch.

Meine Antwort hierdrauf war dann, dass es ja im Zweifelsfalle ein unnötiges Paketverschicken gewesen wäre. Dem Kunden (also mir) aber, sollte es nämlich doch der Griff sein, deutlich geholfen wäre, da man dann den Griff schon hätte…..

Ein wenig Mailverkehr ging dann soweit, dass Trinity nun auf eine Werkstatt verweist…….

Nun denn, das Problem ist noch viel „witziger“ geworden. Der Roller rebootet alle naselang, im Display wird bei Stillstand immer wieder 1KM/h angezeigt, reboot, Motorzucken, usw.

Da ist natürlich das Problemlösungsverschieben auf eine Fachwerkstatt eine klasse Idee. Die werden die Ersatzteile sicherlich nicht vor Ort haben, Trinity muss die erstmal hinschicken, es dauert, man kann den Roller nicht nutzen, einfach klasse. Genau SO muss (bei er Vorgeschichte um so mehr!) der Service ablaufen.

NICHT!

06.07.2018
Da mir ja nahegelegt wurde, mich mit meinen Problemen an eine von Trinity empfohlene Partner-Werkstatt zu wenden habe ich das heute morgen gleich gemacht. Immerhin steht der Roller weiterhin, ich brauche selbigen und es muss langsam eine Lösung her.
Auf dem AB wurde mir dann mitgeteilt, dass ab 10 Uhr geöffnet sei. Also nach 10 erneut probiert, weiter AB.

10:30 Uhr erhalte ich dann eine Mail von Herrn Webner. Mit der Anleitung f. d. Griff als PDF. Mittlerweile würde ich diesen zwar komplett als Ursache ausschließen, aber immerhin. Die Anleitung wurde gestern (nein Herr Webner, nicht erst gestern bat ich um Zusendung!) vergessen….
Den Rest würde ich zwar gerne mal veröffentlichen, das ist aber leider nicht erlaubt. In Kurzform: Ein paar Fakten in der Mail sind „etwas“ anders, als erlebt und hier dokumentiert…. Aber gut. Ich kann zählen…

Vormittags konnte ich dann die Werkstatt erreichen und habe mein Problem mit den Aussetzern und dem Nicht-Fahren erläutert, den reboots, der hin- und herspringenden Anzeige von 0 auf 1KM/h im Display trotz absolutem Stillstand.

Was soll ich sagen? Es war ein aufschlussreiches Telefonat mit weiterem Blick hinter die bunte Kulisse.
(Als Tipp, sollte noch immer der geneigte Leser auf die Idee kommen wollen, sich einen Trinity Roller kaufen zu wollen: Die für einen zuständige Werkstatt oder ein, zwei andere in der Nähe anrufen oder direkt besuchen. Einfach mal ein wenig nachfragen, wie so die Erfahrungen sind.
Vll. bin ich mit meinem Roller und diesem ganzen Vorgang ja eine absolute Einzigartigkeit und totale Ausnahme. Oder halt auch nicht.

Diese Idee hatte ich damals leider nicht gehabt. Es hätte meine Kaufentscheidung möglicherweise ganz anders beeinfluss.)

Um 12:45 Uhr wurde Herr Webner per Mail (geht an info@…) davon in Kenntnis gesetzt, dass die Werkstatt einen Reparaturversuch nicht versuchen werde.
Und nachgefragt, wie es nun weitergehen könnte, der Roller steht weiterhin und kann nicht genutzt werden.

Schauen wir mal, ob ich vor dem Wochenende noch etwas höre.

07.07.2018, 11 Uhr
Ich erhalte eine Mail von Herrn Richert. Trinity hätte mehrfach versucht, mich telefonisch zu erreichen (Herr Richert weiß seit Monaten, dass ich telefonisch keinerlei Dinge mehr bespreche und schriftlich per Mail oder Brief kommunizieren werde). Daher würde er mir nun per Mail antworten.
Er hätte nun erneut mit der Werkstatt telefoniert, die würden die Reparatur vornehmen. Allerdings, und das schläg nun dem Fass den Boden aus, behauptet Herr Richert nun, dass ich mir die Probleme wohl nur einbilde. Genau. Daher hat Trinity mehrfach Videos vom Verhalten des Rollers in den letzten Tagen erhalten, um genau das zu zeigen, was der Roller macht. Zitat aus der Mail: um evtl. fest zu stellen, dass der Roller gar keine Probleme aufweist.
Das ist nun die absolute Frechheit. Statt die verdammten Probleme mit dem Roller schnell zu lösen unterstellt er mir nun, dass es Einbildung sei. Der Roller keinerlei Probleme hat.
Nun Herr Richert, die Videos werde ich demnächst hier auch zur Ansicht stellen. Damit mögliche Kunden dieses sehen können. Und Zitate werde ich hierzu auch gerne veröffentlichen. Es ist eine Grenze überschritten, die man nicht positiv reden kann.

Ich habe entsprechend auf seine Mail geantwortet. Von einer schnellen und unkomplizierten Reparatur ist man sehr weit entfernt. Trinity verzögert die Lösung. Entweder, um mich nun zu ärgern, da ich auf den Roller angewiesen bin oder einfach, um Zeit so weit zu schinden, dass die einjährige Händlergewährleistung verstreicht, damit nicht noch mehr Probleme auftreten können.
Kundenservice? Nicht vorhanden. Schnelle Problemlösung? Kein Interesse. Freundliche und sachliche Kommunikation? Auch nicht.

Man legt sich nun irgendwelche Dinge hin, wie man sie gerne hätte…..
Und genau das ist ein Grund, warum ich keinerlei mündliche Kommunikation mehr mit Trinity vornehmen werde. Man behauptet sonst noch, ich hätte irgendwas gesagt, oder die hätten was gesagt und ich hätte zugestimmt. Nur noch schriftlich. Dann hat man alles schwarz-auf-weiß. Wobei ich Herrn Richert natürlich mitgeteilt habe, gerne mit ihm auch zu telefonieren. Allerdings nur, wenn ich das Gespräch komplett aufzeichne. Auch hierzu gab es dann lieber Stillschweigen.

Wirklich lächerlich. Aber gut, so ist Kundenservice scheinbar, wenn es Probleme gibt……

08.07.2018
Weder gestern noch heute habe ich eine Reaktion von Herrn Richert erhalten. Keine Stellungnahme zu seiner letzten Mail mit der absurden Behauptung, keine Reaktion auf meine Antwort hierdrauf….

09.07.2018
Die Werkstatt hat heute geschlossen. Also keine Möglichkeit, mit dieser abzusprechen, wie und wann der Roller repariert werden kann.
Von Trinity: Stillschweigen.

10.07.2018
Telefonat mit der Werkstatt. Weiteres Vorgehen besprochen: Ich kann den Roller nicht hinfahren, schließlich fährt er nicht. Die Werkstatt wird das mit Trinity klären und vermutlich den Roller abholen. Ich möge noch eine Mail mit Rufnummer und Fehlerbeschreibung schicken.
Gesagt, getan. Mail an die Werkstatt verschickt.
Gegen 12 Uhr eine Mail von Herrn Richert: Nachfrage, ob ich mit der Werkstatt schon gesprochen hätte. Die würden die möglichen Ersatzteile dann schon mal vorab hinschicken.
Von einer Stellungnahme oder Äußerung zur Falschbehauptung: Nichts. Einfach totschweigen, der dumme Kunde kann sich ja nicht wirklich wehren.
Mitgeteilt, dass ich mit der Werkstatt gesprochen habe und die Teile selbstverständlich schon losgeschickt werden können. (Wir haben Dienstag. DHL -> 1 Tag Lieferdauer. Sind die Sachen also am Mittwoch (morgen) da.)

11.07.2018
Morgens eine Mail von Herrn Webner erhalten, dass die Ersatzteile morgen (also Donnerstag, 12.07.2018) raus gehen……

Nun, so gewinnt man weitere Tage.

14.07.2018, mittags
Bei der Werkstatt in Kiel mal angerufen. Dort war man wohl etwa irritiert, dass eine größere Menge Ersatzteile auf einmal da waren.
Scheinbar, reine Vermutung aus dieser Irritation, fehlte auch hier Kommunikation.
Termin für die Reparatur: Unbekannt. Ich müsste warten.

Stichwort Kommunikation: Morgen ist es genau zwei Wochen her, dass der Roller überhaupt nicht mehr funktioniert und unbrauchbar im Carport steht. Weder gab es nach der letzten Mail von Herrn Richert mal weitere Kontaktaufnahmen noch ein Angebot eines Ersatzrollers (gut, das habe ich bei Trinity aufgegeben zu hoffen…..) für die Dauer der Reparatur noch irgendwas. Einfach mal die Zeit aussitzen….
JEDE Autowerkstatt oder kundenserviceorienterte Händler hätte hier gezeigt, dass sie sich bemühen und denen diese Defekte auch peinlich sind, sie an einer schnellen Lösung und der Problembehebung interessiert sind.

Nachwort
Lange habe ich überlegt, ob ich dieses überhaupt mal zusammenfassend für die Öffentlichkeit aufschreiben und auch veröffentlichen mag. Ich bin von der Technik eines Elektrorollers absolut überzeugt. Es gibt eigentlich keine bessere Fortbewegungsmöglichkeit. Wenn man dann allerdings die Forenkommentare von Trinity liest, kommt man doch ins Grübeln. Soll dort positive PR, Werbung gemacht werden? Oder ist bei mir einfach nur alles schief gelaufen, was schief gehen konnte und sprichwörtlich nichts mehr zu retten? Oder, und das befürchte ich, wird man bei Problemen auf der Strecke gelassen? Die Erlebnisse hinsichtlich „Service“ sind eine glatte Null. Niemals habe ich erwartet, sowas von einem deutschen Händler erleben zu müssen, der vermeintlich gut ausgewählte Roller aus dem Fernen Osten importiert und diese hier unter eigenem Namen vertreibt. Und wie man als ebendieser Händler/ Vertreiber/ „Hersteller“ derart ignorant sein kann, diese Probleme schnellstens und zu vollster Kundenzufriedenheit zu lösen, bleibt mir auch unklar. Wer bis zum Ende durchgelesen hat, der wird einsehen, dass ich keinerlei Vorwürfe gemacht habe, sehr lange vollstes Verständnis gezeigt habe und Trinity nicht nur eine Chance gegeben habe……… Aber solch ein Desaster sollte es nicht geben dürfen. Der Kunde wird hierbei komplett im Regen gelassen und eine kompetente Problembehandlung sieht für mich eindeutig anders aus.

Wie man sich nun entscheidet, bleibt jedem selber überlassen. Ich würde allerdings auf Grund meiner bisherigen desaströsen Erfahrungen keinen Roller mehr von Trinity kaufen. Es gibt andere Hersteller, Unu, Vespa, Schwalbe usw., welche ebenfalls auf dem Markt sind. Und vermutlich ist denen mehr daran gelegen, etwaige Probleme, sollten denn welche auftreten, schnell zu lösen. Schließlich ist positives Image immer besser als negatives. Negative Erfahrungen sprechen sich deutlich mehr rum als positive. Und ich werde mit diesem Beitrag wohl nicht zu der positiven Seite gehören….

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

13 Kommentare zu Trinity Electric Vehicles: Elektroroller Neptun 4.0 – schicker Elektro-(Motor-)Roller – bescheidener katastrophaler Kundenservice

  1. Marco sagt:

    Interessanter Lesestoff. Habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich habe meine Kaufentscheidung für den Trinity Neptun 4.0 auch Ende 2016 gefällt, und konnte durch den Kauf des Vorführmodells meines lokalen Händlers aber bereits im Februar 2017 die ersten Runden drehen. Eigentlich war ich auch sehr zufrieden, bis im Oktober 2017 plötzlich das von Dir erwähnte ruckeln begann. Das ging ein paar Tage so, der Roller fiel zunächst nicht komplett aus, sondern hatte nur kurze Ausfälle, bis ich dann mal an einer Ampel losfahren wollte und kein Mucks mehr ging. Nachdem ich den Roller nach Hause geschoben hatte, ging er an meinen Händler zurück, der die nächsten Monate damit verbrachte bei Trinity Ersatzteile zu bestellen. Mitte März 2018 hab ich ihn funktional zurückerhalten, allerdings nicht weil Trinity die Ersatzteile geliefert hatte, sondern weil ein anderer Roller als Ersatzteillager herhalten musste. Kern des Problems war wohl ein Controllerdefekt, denn nach dem Tausch des Controllers funktionierte mein Roller wieder perfekt. Die Ersatzteilsituation scheint jedenfalls desaströs zu sein. Da dauert es erst einmal sehr lange überhaupt welche zu bekommen, und wenn man dann welche bekommt, passen sie nicht oder haben einen falschen Stecker. Die Händler werden wohl auch hängen gelassen.
    Da jetzt das Neptun R Modell ausgeliefert wird, wird es wohl auch mit den Ersatzteilen fürs „alte“ Neptun Modell nicht besser werden.

    • rotzoll sagt:

      Für mich ist diese ganze Geschichte langsam nicht mehr nachvollziehbar.
      Ich habe wirklich sehr lange sehr viel Verständnis gezeigt. Als Kunde, der vorab viel Geld für einen angeblich ab Lager lieferbaren Roller zahlt und dann monatelang hinter Informationen und einem Liefertermin (Lieferung fast ein 3/4 Jahr nach Bezahlung!) hinterher laufen muss, war der Start schon schlecht.
      Dass nun allerdings nach diesen desaströsen Problemen kein großes Interesse seitens Trinity besteht, die Geschichte (auch für Trinity) zu einem vernünftigen Ende zu bekommen, ist nicht nachvollziehbar.

      Mittlerweile habe ich auch von anderen erfahren, die so ihre Problemchen (nicht in der Menge wie bei mir) haben oder hatten. Was Service angeht, ist Trinity leider absolut nicht zu empfehlen. Da hilft es auch nicht viel, einen Roller bei einem lokalen Händler zu erwerben. Der kann, wie bei dir, ohne Ersatzteile, auch nur sehr bedingt helfen.

      Es wird spannend, wie es nun die nächsten Wochen weiter geht…..

      Schade, Trinity.

      Gruß,
      Malte

  2. Steffen sagt:

    Hallo zusammen,
    Bis heute war ich entschlossen, den Neptun R neuestes Modell von Trinity zu bestellen.
    Aber die geschilderten Fakten zur Zuverlässigkeit und vor allem zum Service werden mich davon abhalten.
    Schade, dass weder Hersteller noch Händler bereit und in der Lage sind, Kunden zufrieden zu stellen. Auch ich bin vom E-Konzept bei Fahrzeugen überzeugt. Will auch etwas investieren für 60 oder 70 km/h und ausreichende Reichweite. Aber so auf keinen Fall.

    • rotzoll sagt:

      Moin,

      ich kann diese Entscheidung vollumfänglich nachvollziehen. Hätte ich damals während der Entscheidungsfindung solche Berichte gelesen, wäre ich sicher auch davon abgekommen.
      Liest man sich das als Außenstehender durch, kann man meinen, ich habe mir das ausgedacht oder übertreibe. Leider ist dem nicht so. Und bisher war ich wirklich sehr geduldig und hatte gehofft, diese Probleme endlich einvernehmlich zu lösen. Dem war wohl nicht so….

      Ist Trinity einfach überfordert mit Bestellungen und möglichen Problemen? Eigentlich müssten die defekte Roller an den Hersteller (nach China) zurückschicken können. Oder zumindest Zugriff auf Ersatzteile haben.
      Wenn man allerdings auch die Lieferzeit für die gleichzeitig mitbestellen Ladegeräte betrachtet vermute ich, dass dort einiges schief läuft. Wenn ich etwas in CN bestelle, so ist das binnen weniger Tage oder Wochen da. Nicht erst mehrere Monate später…

      Berichte mal, für welchen Roller(hersteller) du dich entschieden hast. Vielleicht hilft das anderen ebenfalls bei der Entscheidungsfindung.

      Gruß,
      Malte

  3. ZipNip sagt:

    MoinMoin,
    das ist ja krass was ich da Lese 🙁
    Ich wollte mir auch ein Trinity Romex zulegen, aber nach dem ich diesen bericht gelesen habe hat sich das wohl erledigt 🙂
    Schwanke noch immer zwischen Niu n1s und dem Romex !Jetzt wohl nicht mehr ich hatte schon auch hier in Kiel mit einer Vertragswerkstatt gesprochen der meinte auch nur nimm lieber den Niu!
    Vielen Dank für den tollen und ausfürlichen bericht.
    Gruß
    ZipNip

    • rotzoll sagt:

      Moin ZipNip,

      ich würde dir auch dazu raten, entsprechend eine Alternative zu nehmen.
      Demnächst folgen mal ein paar Fotos von Teilen am Roller, die nach nur wenigen Monaten verrostet sind. Stark verrostet, wie andere und auch ich befinden. Ungewöhnlich, da er ja noch überhaupt nicht alt ist.
      Da der Roller rund ums Jahr genutzt werden soll, ist es schon etwas überraschend, wie viel Stellen (Ständer, Schrauben u.a. am Scheinwerfer, Federungen, Nabe) starken Rost angesetzt haben. Natürlich habe ich Trinity darauf angeschrieben…. Die Antwort will man lieber nicht lesen.
      Die Geschichte hat auch noch weitere Beiträge. Es gibt bei Trinity noch ein wohlbekanntes „E11“ Problem. Schau dir den Blogpost auch mal an. Ebenfalls verstörend, wie Trinity dieses „servicemäßig“ bearbeitet.

      In Kurzform: So schön der Roller von Grundsatz auch ist. So desaströs scheint mir sowohl die Qualität (man sollte meinen, ein deutscher „Hersteller“ eines Chinabombers legt etwas mehr Wert auf Qualität) als auch der Service zu sein. Vermutlich macht es jeder andere Händler/ Hersteller besser. Oder versucht zumindest, seinen Ruf zu retten…..

      Und noch etwas: Den Niu habe ich hier in Kiel schon mal angeschaut. Sieht wertiger aus. Und hat eine anständige LED Lampe vorne……
      Das bleibt mir auch ein Rätsel: Einen Roller, der elektrisch betrieben wird mit einem 12V Glühfaden-Heizungs-Licht auszustatten. LED verbraucht weniger
      Strom, hat eine bessere Lichtausbeute und hält viel länger.
      Nun ja. Man erkennt leider einige Dinge erst, wenn man diese längere Zeit nutzt.

      Gruß,
      Malte

  4. ZipNip sagt:

    Und ich hatte erst denBericht auf Focus gelesen !
    „https://unternehmen.focus.de/e-roller-kaufen.html“
    Da dachte ich ja Super wie „Malte“ Deutsches Unternehmen hat sich in China genau umgesehen !
    Aber wohl Pustekuchen !!
    Wollen auch nur Kohle verdien

  5. Zipnip sagt:

    Ich habe mal deinen Blog hier „https://www.elektroroller-forum.de/viewtopic.php?f=57&t=6248“ mal gepostet!

    • rotzoll sagt:

      Hej,

      ich habe mir die Forenkommentare mal durchgelesen….. Nun ja. Geht ja ordentlich rund. Spannend, wie Trinity sich hier auch wieder versucht, positiv ins Bild zu rücken.
      In _jedem_ meiner vielen Erlebnisse habe ich Trinity viel Verständnis gegenüber gebracht. Und ich habe niemals einen Vorwurf gemacht, dass der Wurm drin ist.
      Aber wenn der Wurm drin ist, muss man sich bemühen und sich den Arsch aufreißen, um das wieder gerade zu bekommen. Und dazu gehört neben einer vernünftigen
      Kommunikation mit dem Kunden irgendwann auch mal eine kleine Entschuldigung. Wenn mich nicht alles täuscht, habe ich nicht eine ausführliche Zusammenfassung von
      Herrn Richert mit einer Entschuldigung erhalten.
      Dass (vermutlich Herr Webner im Auftrag f. Trinity) der verfasste Forumsbeitrag von „bisher unbekannten“ Fehlern und „man müsse noch lernen“ schreibt, klingt
      schon verdächtig. Vier Wochen haben die gebraucht, um einen Fehler zu finden, der bei der sehr überschaubaren Technik eines
      Elektrorollers (E-Motor im Hinterrad, Controllerboard, Akku, Verkabelung, ein paar Sensoren sowie „Gas“hebel) nicht schwer zu finden sein sollte. Angeblich wurde
      ja auch alles mal getauscht. Ich sehe weder einen neuen Motor im Hinterrad noch konnte ich einen neuen „Gas“hebel oder Kabelstrang zum Akku sehen.

      Nun ja. Man lernt daraus. Und fehlerfrei ist der ja noch lange nicht. Aber das muss über andere Wege geklärt werden…….. Das Verständnis von Qualität
      seitens Trinity und meines gehen wohl deutlich auseinander. Ein „E11“ Fehler, der mal auftritt, sei laut Trinity halt „normal“, muss man mit leben.

      Gruß,
      Malte

  6. aleks sagt:

    Cooler bericht!

    ich denke mal, dass das Trinity wie auch KSR (NIU) überrascht waren mit dem Kauf an Mopeds. Man hat die Fahrzeuge in Europa geschweige denn in China monatelang getestet um viele Fehler auschließen zu können. Lustig ist, dass der Kundenservice vom Kunden lebt, der das Problem schildert und auf eine Lösung wartet. Der Kundenservice wiederrum übergibt den Fehler an den Hersteller der sucht dann mal und irgendwann wenn man glück hat finden die den Fehler. Bin selber in dieser Branche tätig und muss leider sagen, dass KSR mit vielen überannt worden ist und auch dort ein Akkutausch lange dauert. KSR selbst antwortet NIE auf E-mails.

    Denke aber auch, dass wir nicht zu viel erwarten dürfen von dieser neuen Technik jedoch deinen beschriebenen Probleme können immer auftreten aber dieser Kundenservice ist echt eine Schande und wie erwähnt für Deutsche oder Österreichische Importeure sehr traurig.

  7. Bunzi sagt:

    Hallo
    Deine Erfahrungen sind echt Niederschmetternd, um nicht zu sagen Unterirdisch.
    Ich hatte mich Ende Mai, nach vielen Recherchen für einen RIU Roller entschieden. Im Juni konnte ich den Schleicher ( so wurde er von meinem Vater getauft) in meinem Fuhrpark begrüßen. Nun habe ich schon fast 1000 km abgefahren und bin immer noch hell begeistert von dem Teil.
    Ich bewundere deine Geduld. Ich hätte den Roller schon lange zurück geschickt, zusammen mit nem Rudel Anwälte.
    Laß dich nicht unter kriegen. Grüße aus Berlin

  8. Forumsname: Spatz sagt:

    Na sowas! Dass kommt mir doch alles bekannt vor, nur mit einem Jupiter 😉

    Defekt an Batterie/Ladegerät… mangelnde Reichweite die nicht mal annähernd an die beworbene heranreicht… Zähe Kommunikation in einem Tempo zur Zeit der Briefpost…

    Fazit: In den nun fast genau 12 Monaten seit dem ersten Defekt und einer aussergerichtlichen gütlichen Einigung steht er immernoch hier und wartet auf Abholung…

  9. Heinz Berg sagt:

    In der Tat erschütternd, was Du da erlebt hast. Und gleichzeitig herzlichen Dank für Deinen umfangreichen Bericht, denn ich war drauf und dran, mir einen Trinity-Roller anzuschaffen. Das ist natürlich jetzt ausgeschlossen. Gerade beim Onlinekauf ist der Service das wichtigste Kriterium, weil man im Falle einer Störung oder Reparatur Hilfe benötigt, die kompetent und bereitwillig eine Lösung parat hat. Wahrscheinlich wird es daher auf einen UNU hinauslaufen, wo der Service deutlich besser sein soll und es genügend Bosch-Werkstätten gibt, die mit den Dingern Bescheid wissen.
    Alles Gute
    Heinz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*